“Allein im Dunkel wälze ich die Welt in meinem Kopf …” – nach einem Autounfall bleibt der 72-jährige Ich-Erzähler August Brill an den Rollstuhl gefesselt. Nachts liegt er wach und verdrängt schmerzhafte Erinnerungen, indem er sich eine Geschichte ausdenkt. “Nichts Besonderes”, sagt er, “aber solange ich mich damit beschäftige, muss ich schon nicht an die Dinge denken, die ich lieber vergessen möchte.” Man schreibt das Jahr 2007. Die Anschläge vom 11. September haben niemals stattgefunden, und statt im Irak wütet ein erbitterter Krieg im eigenen Land. Eines Tages findet sich ein Mann namens Owen Brick in dieser Parallelwelt wieder und kommt in einem Erdloch zu sich. Noch bevor er begreift, was vorgeht, erhält er den Auftrag, jenen Mann aufzuspüren und umzubringen, der sich diese verrückte Geschichte ausgedacht hat. Man lässt ihm keine Wahl. Nur durch diese Tat kann er dem Albtraum des Bürgerkriegs entrinnen und in seine alte Wirklichkeit zurückkehren.
Paul Auster ist ein hintergründiger Roman über menschliches Schicksal und die unbändige Kraft des Erzählens gelungen.
Paul Auster
Mann im Dunkel
Aus dem Englischen von Werner Schmitz
Roman. Rowohlt Verlag. 2008.

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