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	<title>Textin &#187; Lyrik</title>
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	<description>Das Magazin der Schreibszene Schweiz</description>
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		<title>Hans Leopold Davi &#8211; Schriftsteller und Übersetzer</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 13:12:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fatima Vidal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor/innen Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Div. Genres und Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Leopold Davi]]></category>
		<category><![CDATA[Luzern]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftsteller und Übersetzer]]></category>
		<category><![CDATA[Silvia Davi]]></category>

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		<description><![CDATA[Hütet euch vor Ketten, die nicht rasseln. // Hans Leopold Davi, 1928 in Santa Cruz de Tenerife auf den Kanarischen Inseln geboren. War Buchhändler, heute Übersetzer und Lyriker; seine Gedichte schreibt er in Spanisch und Deutsch. Davi hat Gedichtbändchen und Erzählungen publiziert. Hinzu kommen zahlreiche literarische Übersetzungen aus dem Spanischen ins Deutsche und Gedichte von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hütet euch vor Ketten, die nicht rasseln. // Hans Leopold Davi, 1928 in Santa Cruz de Tenerife auf den Kanarischen Inseln geboren. War Buchhändler, heute Übersetzer und Lyriker; seine Gedichte schreibt er in Spanisch und Deutsch. <span id="more-604"></span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-607" title="HLD" src="http://www.textin.ch/wp-content/uploads/2011/03/HLD1.jpg" alt="" width="237" height="178" />Davi hat Gedichtbändchen und Erzählungen publiziert. Hinzu kommen zahlreiche literarische Übersetzungen aus dem Spanischen ins Deutsche und Gedichte von Hilde Domin, Franz Hohler, Kurt Marti,  u.a.m. ins Spanische.</p>
<p>Hans Leopold Davi wohnt mit seiner Gefährtin Silvia Davi in Luzern, die ebenfalls als Autorin und Übersetzerin tätig ist.<br />
Copyright Bild: Silvia Davi</p>
<p>Ein kurzes Interview mit Davi macht Lust auf mehr:<br />
<iframe title="YouTube video player" width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/HktCRWgbuX4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Mittwochsperle: Ruth Loosli</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 09:54:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lea Gottheil</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor/innen Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Mittwochsperlen]]></category>
		<category><![CDATA[Aber die Häuser stehen noch]]></category>
		<category><![CDATA[Lea Gottheil]]></category>
		<category><![CDATA[Ruth Loosli]]></category>
		<category><![CDATA[Sommervogel]]></category>

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		<description><![CDATA[LEA GOTTHEIL: Ruth, dein erster Gedichtband ist soeben erschienen. Ich gratuliere dir sehr herzlich zu diesem Werk! Der Titel „Aber die Häuser stehen noch“ klingt wie ein erleichterter Seufzer. Aus welchen Gründen trägt dein Band diesen Namen? RUTH LOOSLI: Vielen Dank! Ja, es war an der Zeit, dass dieser blaue Gedichtband erscheinen konnte! Es war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>LEA GOTTHEIL: Ruth, dein erster Gedichtband ist soeben erschienen. Ich gratuliere dir sehr herzlich zu diesem Werk! Der Titel „Aber die Häuser stehen noch“ klingt <span id="more-195"></span>wie ein erleichterter Seufzer. Aus welchen Gründen trägt dein Band diesen Namen?</p>
<p>RUTH LOOSLI: Vielen Dank! Ja, es war an der Zeit, dass dieser blaue Gedichtband erscheinen konnte! Es war mir wichtig, einen treffenden Titel zu haben. Nach hitzigen Diskussionen mit Bekannten und Freunden entschied ich mich für diesen Titel, den auch ein Gedicht im Band trägt. Es ist allerdings ein politisches Gedicht, es geht um Mädchen, die immer noch beschnitten werden – der Seufzer, dass die Häuser noch stehen, ist in diesem Gedicht schwer. Im Allgemeinen aber setzt die Aussage &#8220;Aber die Häuser stehen noch&#8221; tatsächlich einen eher optimistischen Kontrapunkt zum menschlichen Drama, das sich auf unserem Planeten abspielt und sich in einigen meiner Gedichte spiegelt.</p>
<p>LEA GOTTHEIL: Prägend empfinde ich auch deine vermeintlich alltäglichen Bilder, die gleichzeitig einen Seelenzustand spiegeln:<br />
„Im Bus/Das laute Gelächter/der Mädchen mit greller/Schminke im Gesicht<br />
Erinnert an erfrorene/Obstbaumzweige“.<br />
Ein kluger Dichter hat mir einmal geraten, sich bei der Dichtkunst von der Aussenwelt leiten zu lassen und nicht erst in sich selbst zu suchen. Teilst du diese Idee?</p>
<p>RUTH LOOSLI: Oh, da muss ich wohl vorsichtig sein, wenn es ein kluger Dichter war &#8230; Aber im Ernst, ich teile seine Meinung nur bedingt. In diesen von dir zitierten Zeilen ist das sehr schön zu sehen: Ich nehme die grelle Schminke der Mädchen wahr und in diesem Fall ihr böses Gelächter und ZUGLEICH, was es in mir an Empfindung und Bild auslöst. Beides bedingt einander, in Gedichten besonders. In der Prosa mag das Gewicht etwas anders sein. Aber es braucht bei mir immer den &#8220;Seelenanteil&#8221;, damit mich ein Geschehen packt und ich in einen absolut aufmerksamen Zustand komme – im Innen wie im Aussen. Man könnte es Präsenz nennen, die für das Ganzheitliche steht. Dies gilt für mich auch, wenn ich an einer Hörspielfolge arbeite: Hineintauchen in einen gut balancierten Zustand, der Genauigkeit im Wort und &#8220;Fluss&#8221; der Ideen zugleich generiert.</p>
<p>LEA GOTTHEIL: Präsenz, Hineintauchen, Genauigkeit. Ich nehme an, dass diese Bedingungen für das Schreiben nicht einfach im Alltag zu finden sind. Wie erreichst du den Zustand, um an Deinem Werk zu arbeiten? Kann man sagen, dass Schreiben einer Lebensphilosophie gleichkommt?</p>
<p>RUTH LOOSLI: Es gibt Schriftsteller, die sehen sich quasi &#8220;nur&#8221; als Handwerker und es gelingt ihnen bestes Werk.<br />
Aber bei mir funktioniert es nur, wenn ich Handwerk mit Intuition verbinde, wie ich es schon zu beschreiben versucht habe.<br />
Allerdings ist Disziplin ein ebenso wichtiges Thema, wie kann ich der formulierenden und fabulierenden Intuition Raum geben, wenn ich mich nicht dazu entschliesse, dran zu bleiben, täglich! Mir kommt das Kochen in den Sinn, ich muss mir den Befehl geben zu kochen und wenn ich begonnen habe, beginnt die Alchemie der Dämpfe, des sich Vermischens zu spielen. Kartoffeln im Rohzustand sind ungeniessbar!<br />
Ich muss mein Handwerk täglich üben und gleichzeitig bereit sein, mich in einen konzentrierten &#8220;Rausch&#8221; zu begeben. In einen absoluten Zustand der Ruhe und Aufgeregtheit, also wiederum paradox.</p>
<p>LEA GOTTHEIL: Du schreibst für ein Hörspiel, tauchst in Prosa, arbeitest an Lyrik. Welche Form hast du für deine ersten Schreibversuche gewählt? Beschäftigten dich damals andere Themen als heute?</p>
<p>RUTH LOOSLI: Ja, das ist interessant, darüber nachzudenken.<br />
Ich merke, dass mich dieselben Themen beschäftigt haben wie heute! Das erstaunt mich geradezu!<br />
Das grosse Thema, das ich ab zwölf Jahren vorwiegend mit Lyrik zu verstehen versuchte, ist &#8220;Was ist der Sinn des Lebens&#8221; – und das tönt ganz nach Pubertät! Und heute denke ich einfach viel differenzierter darüber nach oder wenigstens mit der Lebenserfahrung, die ich in das Nachdenken einbringe. Aber ich war so hungrig nach Verstehen wollen, was das alles soll. Ob wir von irgendwoher kommen und irgendwohin gehen und weshalb der Mensch ein Bewusstsein hat, ich also über mich selber nachdenken kann.<br />
Natürlich weiss ich es heute ebenso wenig wie damals, d.h. ich habe keine Wahrheit per se gefunden, aber mögliche &#8220;Fährten&#8221;, ganz persönliche, habe ich natürlich schon. Trotzdem ist es nach wie vor die grosse Herausforderung, sie in Geschichten, in Gedichte, in Sprache zu fassen, ohne dass es abgegriffen wirkt. Obwohl darüber schon viel gesagt und geschrieben wurde, erlaube ich mir, meinen eigenen Ton zu suchen, sozusagen.</p>
<p>LEA GOTTHEIL: So viele verschiedene Menschen es gibt, so viele verschiedene Stimmen hört, liest man. Ohne sie gingen Welten unter … welche Stimmen begleiten dich noch immer?</p>
<p>RUTH LOOSLI: Immer und immer wieder: Gerhard Meier. In seiner Prosa, wie auch in seinen frühen Gedichten kann ich mich inspirieren lassen, gleichsam erholen. Seine literarische Sprache ist mir Vorbild und Wegweiser zugleich. Ein Vorbild zu haben, ist ja nicht gerade modern, aber von Gerhard Meier weiss man, dass er immer, bevor er sich an seine Schreibarbeit machte, eine oder zwei Seiten Proust las.<br />
Die zweite Stimme, die sich mir eingeprägt hat, ist eine, die du mir vorgestellt hast: Jon Kalman Stefansson. Seine Art, Menschen in ihren Zweifeln, in ihrer Verzweiflung, aber auch Hoffnung zu beschreiben, ist unnachahmlich. Wie er innere Prozesse mit äusseren Handlungen verstrickt (und umgekehrt), ist pures Lesevergnügen. Hohes Handwerk, dem ich im eigenen Schreiben auf die Spur zu kommen versuche, soweit dies meinen Begabungen und Fähigkeiten entsprechen kann. Die Begabung ist ja wohl nicht verhandelbar, aber die Fähigkeiten können geschliffen und ausgeweitet werden.<br />
Gern möchte ich auch eine verstorbene Kollegin nennen, die mich mit ihrer Lyrik beeindruckt hat: Brigitte Meng. Und auch Mariella Mehr, eine kompromisslose Dichterin und Denkerin. Und manchmal muss man sich die Ohren zuhalten, damit nur die eigenste Stimme zum Vorschein kommt und man sich dem aussetzt und nur dem. Mit dem Wissen um alle Stimmen im Hintergrund, die sich aber in diesem Moment still zu halten haben.</p>
<p>LEA GOTTHEIL: Gibt es neben dem Schreiben andere Kunstformen, in denen du deine Stimme probierst?</p>
<p>RUTH LOOSLI:  Vorerst: Auf jeden Fall sind andere Kunstformen äusserst wichtig, damit ich meine Stimme mit anderen vermengen und auf neue Weise wahrnehmen kann. Da gibt es ja gottlob eine äusserst vielseitige Kunstszene bei uns, der man gar nicht &#8220;nachmag&#8221;, sich aber doch immer wieder entschliessen kann, der einen oder anderen Stimme Gehör zu schenken, ja, sich von ihr bezaubern zu lassen oder zumindest mitnehmen in andere Tonarten, um beim Bild zu bleiben. Und wenn ich mich irgendwo hinführen lassen will, dann kann ich ein Museum besuchen – das Fotomuseum in Winterthur zum Beispiel finde ich sehr inspirierend – da gibt es auch eine kleine Bibliothek, in die man sich zurückziehen kann.<br />
Für mich persönlich habe ich auch den Pinsel entdeckt, die Leinwand. Ich vermied dies bis anhin tunlichst, weil ich als alleinerziehende Mutter weder die Zeit noch das Geld dafür hatte. Nun aber sind sie am Ausfliegen, die Täubchen, und dies bedeutet für mich neuen Raum – aufatmen! Es war sozusagen eine Trotzhandlung, dass ich mir Farben, Pinsel und eine Leinwand kaufte. Ich war an einem blinden Punkt in meiner Schreibe und hatte privat eine Entscheidung zu verdauen, der ich nichts entgegen setzen konnte. Da war für mich der Pinselstrich eine Möglichkeit, den Raum zu erweitern, meine Stimme in neuer Form aufzuspüren. Dies aber keinesfalls in professioneller Absicht, es kann eine Vorübung sein, um zum Schreiben zu kommen, in diesen Zustand der Gewährtigkeit zu gelangen, von der wir schon sprachen.<br />
Dann gibt es die Stimme im physischen Sinn, das Instrument, das ich immer bei mir trage. Und es gibt die Bewegung!<br />
Ja, die verschiedenen Kunstformen beflügeln mich und lassen mich mehrsprachig werden – zurück komme ich aber immer in die Literatur – sie ist meine Stärke, meine weiträumige Heimat, wenn ich dies so pathetisch sagen darf.</p>
<p>LEA GOTTHEIL: Verrätst du uns, was wir von dir lesen werden, wenn wir dich wieder in deiner Heimat besuchen?</p>
<p>RUTH LOOSLI:<br />
Ich verrate nichts! Gut, soviel – es ist eine Prosaarbeit.<br />
Und ich danke ganz herzlich für dieses schöne Gespräch!</p>
<p>LEA GOTTHEIL:<br />
Auch ich danke dir herzlich für die Offenheit deiner blumigen Antworten!</p>
<p><strong>Ruth Loosli</strong><br />
Aber die Häuser stehen noch<br />
Lyrik<br />
Littera Autoren Verlag<br />
<a href="http://ruthloosli.ch" target="_blank">www.ruthloosli.ch</a></p>
<p><strong>Lea Gottheil</strong><br />
Der Roman „Sommervogel“ von Lea Gottheil ist im März 2009 im Arche Verlag erschienen.<br />
<a href="http://www.leagottheil.ch" target="_blank">www.leagottheil.ch﻿</a></p>
<p></p>
<p></p>
<p>Datum: 9. März 2010<br />
Text: Lea Gottheil<br />
Bild: Ruth Loosli<br />
Bitte Urheberrechte beachten: Verlinken erlaubt, Kopieren verboten.</p>
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		<title>Ruth Loosli, Aber die Häuser stehen noch</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 17:48:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>textin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor/innen Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Aber die Häuser stehen noch]]></category>
		<category><![CDATA[Ruth Loosli]]></category>

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		<description><![CDATA[Das in dunklem Blau gehaltene Lyrikbändchen liegt leicht in der Hand, lässt sich bequem in der Tasche versorgen und liest sich frisch, heiter mit zum Teil politisch angehauchtem Unterton, mit neuen, unverbrauchten und deshalb inspirierenden Bildern. Poesie legt sich dem geneigten Leser zu Füssen, um ihn wach zu kitzeln, sozusagen. Für sich und die Freundin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das in dunklem Blau gehaltene Lyrikbändchen liegt leicht in der Hand, lässt sich bequem in der Tasche versorgen und liest sich frisch, heiter mit <span id="more-96"></span>zum Teil politisch angehauchtem Unterton, mit neuen, unverbrauchten und deshalb inspirierenden Bildern. Poesie legt sich dem geneigten Leser zu Füssen, um ihn wach zu kitzeln, sozusagen. Für sich und die Freundin – wundervolle Köstlichkeiten darin gefunden! (Greta Wacker)</p>
<p><strong><em>Mond in Sils – Maria</em></strong></p>
<p>Mondsichel über dem Grat<br />
scheuert sich bis sie glänzt<br />
und schiebt sich nach hinten<br />
über die Kante hinweg</p>
<p>Um glanzvoll den<br />
Sternen zu hofieren</p>
<p><strong>Ruth Loosli</strong><strong><br />
Aber die Häuser stehen noch<br />
Lyrik. Littera Autorenverlag. 2009.</strong></p>
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		<title>Kuno Roth, umSichten &#8211; Poesie für den Alltag</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 17:45:40 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Autor/innen Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Kuno Roth]]></category>
		<category><![CDATA[umSichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Eben dies Während letzte Schwalben ihre Runden drehn, tausend Rottöne am Himmel ineinander übergehn, frag ich mich in dieser Stunde, was soll das Leben denn im Grunde, als eben dies zu sehn? Kuno Roth um Sichten – Poesie für den Alltag TRIGA-Verlag. 2009.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong>Eben dies<br />
Während letzte Schwalben ihre Runden drehn,<span id="more-95"></span><br />
tausend Rottöne am Himmel ineinander übergehn,<br />
frag ich mich in dieser Stunde,<br />
was soll das Leben denn im Grunde,<br />
als eben dies zu sehn?</p>
<p><strong>Kuno Roth</strong><strong><br />
um Sichten – Poesie für den Alltag<br />
TRIGA-Verlag. 2009.</strong></p>
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		<title>Silvia Davi, Bis mir der Griffel aus der Hand flog</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 09:37:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>textin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor/innen Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Bis mir der Griffel aus der Hand flog]]></category>
		<category><![CDATA[Silvia Davi]]></category>

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		<description><![CDATA[Kosmische Klänge strömen Durch Garten und Haus Er fragt sich in welcher Hemisphäre Sie heute durch den Tag fliege segle Zunehmender Mond sagt sie Neuerscheinungen Juni 2009. Silvia Davi Bis mir der Griffel aus der Hand flog Gedichte Littera Autoren Verlag. 2009.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kosmische Klänge strömen<br />
Durch Garten und Haus<span id="more-82"></span></p>
<p>Er fragt sich in welcher Hemisphäre<br />
Sie heute durch den Tag fliege segle</p>
<p>Zunehmender Mond sagt sie</p>
<p>Neuerscheinungen Juni 2009.</p>
<p>Silvia Davi<strong><br />
Bis mir der Griffel aus der Hand flog</strong><br />
Gedichte<br />
Littera Autoren Verlag. 2009.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Hans Gysi, Gedichte</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 08:51:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>textin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor/innen Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Gysi]]></category>

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		<description><![CDATA[Zettel und Litaneien. So lustvoll kann Lyrik sein: Hans Gysi, Theaterpädagoge aus Märstetten, schlägt aus den trockenen Steinen des Alltags Funken. In seinen neuen &#8220;Zettel und Litaneien&#8221; geht er durch die Stadt und über Berge und überlegt, wie man gestriger und morgiger werden könnte oder wie viel Hornhaut es braucht, um endlich eine Pfote zu wagen. Leichte Texte auf schwere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zettel und Litaneien. So lustvoll kann Lyrik sein: Hans Gysi, Theaterpädagoge aus Märstetten, schlägt aus den trockenen Steinen des Alltags <span id="more-73"></span>Funken. In seinen neuen &#8220;Zettel und Litaneien&#8221; geht er durch die Stadt und über Berge und überlegt, wie man gestriger und morgiger werden könnte oder wie viel Hornhaut es braucht, um endlich eine Pfote zu wagen. Leichte Texte auf schwere Gedanken. (eing.)</p>
<p>Hans Gysi<strong><br />
Zettel und Litaneien – Gedichte</strong><br />
Verlag Edition8</p>
]]></content:encoded>
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		<title>KEUCHEN, SCHREIEN, FLÜSTERN</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 08:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina Kammermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews & Porträts]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Slam Poetry]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Kaiser unter den Hofdichtern: Ein Porträt Berlin – Linz – Innsbruck – Aarau – Bühler – Burgdorf – St. Gallen – Thun – Darmstadt – Brunnen – Berlin – Basel – Winterthur – Berlin … Wirft man einen Blick auf Renato Kaisers Terminkalender, kann man in Sachen Geografie des deutschen Sprachraums einiges dazulernen. Seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kaiser unter den Hofdichtern: Ein Porträt<br />
Berlin – Linz – Innsbruck – Aarau – Bühler – Burgdorf – St. Gallen<span id="more-65"></span> – Thun – Darmstadt – Brunnen – Berlin – Basel – Winterthur – Berlin … Wirft man einen Blick auf Renato Kaisers Terminkalender, kann man in Sachen Geografie des deutschen Sprachraums einiges dazulernen. Seit fünf Jahren tourt der gebürtige Goldacher (SG) durch die Schweiz, Deutschland und Österreich und erobert mit seinen Texten landauf und landab die Ohren des Publikums, beziehungsweise dessen Applaus. Genau diesen braucht es nämlich, um einen Poetry Slam zu gewinnen. Literatur wird hier nicht mit Wasserglas diskutiert, sondern vom gekurzweilten Publikum bejubelt und seltener auch ausgebuht. Texte werden nicht &#8220;nur&#8221; gelesen, sondern performt: Es wird geschrien, gekeucht und geflüstert. Und das kann Renato Kaiser ziemlich gut.</p>
<p><strong>Die Erfolgsstory</strong></p>
<p>Seinen ersten Slam-Sieg feierte der Geschichtsstudent nach nur einem halben Jahr Einsteiger-Dasein im November 2005 mit dem Text &#8220;Ich will einmal &#8216;nen Slam gewinnen&#8221;. Und erbeutete sich damit seinen ersten Slam-Pokal, eine Whiskey-Flasche. 2007 gewann er den internationalen Slam in Bozen und war im selben Jahr mit den meisten Siegen der erfolgreichste Slam-Poet der Schweiz. Seither hat sich der 23-Jährige mit seinem geschliffenen Mundwerk zu einem der bekanntesten deutschsprachigen Poetry Slammer gedichtet. Und man könnte meinen, dass er sich tatsächlich schon vom Dichten &#8220;ernährt&#8221;: Über sechzig Flaschen des goldbraunen Gebräus konnte er mittlerweile nach Hause tragen. Gegen diese Interpretation protestiert er jedoch und betont, dass er seine Pokale oft auch verschenkt. &#8220;Solange es kein &#8216;Oban&#8217; ist – mein Lieblingswhiskey&#8221;, fügt er mit verschmitztem Grinsen an. Aber um diesen soll es hier nicht gehen, wo die Dichtkunst doch im Zentrum jedes Slams steht.</p>
<p>Renato Kaisers Texte handeln von fatalen Niederlagen und perfekten Wellen, von Weltverbesserern und -verschlechterern, vom versoffenen Goethe und postpostpost-modernen Worten. Sie fragen, was Jesus tun würde, wenn er begnadigt würde, was die Liebe ist und nicht ist, und was Welterschaffer Jochen mit all dem zu tun hat. Wenn Renato Kaiser den Mund aufmacht, erwartet einen ein Feuerwerk von quirligen Wortspielen, gekonnten Reimen, witzigen Pointen, philosophischem Scharf- und manchmal auch Blödsinn. Wie er auf seine Ideen kommt, kann er nicht sagen: &#8220;Die Ideen kommen einfach; der schwierigere Teil ist dann deren Ausarbeitung.&#8221; Manchmal dauert das nur eine Nacht, es kommt aber auch vor, dass der Ostschweizer zwei Monate an einem Text feilt, bis er wirklich zufrieden ist. Die Feuerprobe eines Textes sei aber jeweils sein Vortrag vor dem Publikum; an dessen Reaktionen merke er am besten, wenn etwas noch nicht passe.</p>
<p><strong>Das Geheimrezept</strong></p>
<p>Was braucht denn aber ein Text genau, um damit einen Slam zu gewinnen? Ein guter Slam-Text zeichnet sich für Renato Kaiser in erster Linie durch seine Originalität aus. Gerade weil den Dichtern beim Poetry Slam keinerlei Grenzen gesetzt sind, freut er sich immer besonders über innovative Texte, welche das Publikum zu überraschen vermögen. &#8220;Mir gefällt es, wenn ein Dichter die Grenzen dessen, was auf der Bühne möglich ist, neu auslotet und auch mich als erfahrenen Slammer mit etwas völlig Neuem konfrontiert.&#8221; Das Publikum bevorzuge im Allgemeinen weniger die experimentellen Vorträge, sondern eher Texte, welche gewohnte Themen behandeln. Das sei aber keineswegs ein Vorwurf: &#8220;Egal, ob ein Text lustig oder ernst, ungewöhnlich oder ein wenig &#8216;mainstreamig&#8217; ist, das Publikum goutiert die guten Vorträge und verteilt den schlechteren auch die entsprechenden Noten.&#8221;</p>
<p>Mit dem guten Text allein ist der Slam aber noch nicht gemacht. Die Performance eines Textes ist mindestens so wichtig wie seine inhaltliche Qualität, und das Entscheidende an der Performance ist laut Kaiser, dass sie zum Text passt und mit ihm eine Einheit bildet. So sollte es nicht passieren, dass ein eigentlich trauriger Text durch den Vortrag ungewollt komische Züge bekommt, und umgekehrt bei einem witzig gemeinten Text die Pointen in ihrer weinerlichen Darstellung versiegen. Die Art des Vortrags soll den Inhalt des Textes widerspiegeln und das Publikum so in die richtige Stimmung versetzen.</p>
<p>Bei einem ernsten Text sei das ein bisschen schwieriger, oder um es mit den Worten Kaisers zu sagen: Es braucht ein wenig &#8220;mehr Eier&#8221;. Witzige Texte seien deshalb keineswegs trivialer; das Dankbare am pointenreichen Text sei nur, dass der Slammer durch Lachen und Kichern eine unmittelbare Reaktion vom Publikum erhalte und so auch angespornt werde. Bei einem traurigen Text kommt das Feedback erst ganz am Schluss. So oder so lautet aber das Erfolgsrezept eines Slam-Vortrags, die Zuhörer soweit zu fesseln, dass diese gar nicht mehr realisieren, wie lau das Getränk in ihrer Hand inzwischen ist.</p>
<p><strong>Der Tipp</strong></p>
<p>Kein Zweifel, dass diese Kunst geübt sein will. Renato Kaiser investiert als erfahrener Slammer jeweils etwa zwei Nachmittage für das Auswendiglernen und die Einübung eines Auftritts. Die Lautstärke, die Pausen, die Mimik und Gestik müssen passen. Manchmal besucht Renato Kaiser auch Workshops, aber das meiste lerne er auf der Bühne. &#8220;Um einen Text auf der Bühne glaubwürdig zu verkörpern, braucht es schon diese &#8216;Rampensau&#8217; in einem, die den Leuten gerne etwas vorzeigen will.&#8221; Und ob man wirklich gerne auf der Bühne stehe, merke man eben am besten, wenn man darauf stehe. Deswegen rät er allen, die sich überlegen, auch mal einen Text vorzutragen: Ausprobieren. Keine Angst haben. &#8220;Man kann dabei nichts verlieren, nicht einmal wenn der Auftritt in die Hose geht. Die Freude daran ist das Wichtigste.&#8221;</p>
<p>Die hat Renato Kaiser und ist deswegen auch bereit, einen grossen Teil seiner Zeit in Schnellzügen zu verbringen. Momentan lebt er mit seiner Freundin in Fribourg, wo er auch studiert. &#8220;Bei zwei bis drei Auftritten die Woche muss die Uni schon mal zurückstehen oder das Referat eben unterwegs geschrieben werden.&#8221; Sein Geschichts- und Germanistikstudium möchte er aber trotz seines Ziels, zukünftig vom Schreiben zu leben, auf jeden Fall abschliessen. Und ein Blick auf die Uhr der Uni-Cafeteria zeigt, dass Renato bereits wieder weiter muss. Wohin? Ins Boxen. Schlagfertig scheint also nicht nur sein Mundwerk zu sein.</p>
<p>Für jene, die von dieser inzwischen salonfähigen Form des Gedichtvortrags noch nichts gehört haben, sei hier kurz erklärt: Bei einem Poetry Slam treten mehrere Dichter mit ihren Texten an und werden dann vom Publikum mit Zahlentafeln (ja, so wie bei &#8216;MusicStar&#8217;) oder eben in Form von Applaus bewertet. Wer im Finale die meisten Dezibel schafft, hat gewonnen.</p>
<p><strong>Martina Kammermann</strong> ist Germanistikstudentin und Journalistin. Ab und zu ist sie an Poetry Slams anzutreffen, allerdings nur als Bejublerin.</p>
<p>textín Juni 2009</p>
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